Edler Strom aus Obwalden

Rund 85% des Stroms, den das EWO an seine Kunden liefert, wird aus Wasserkraft produziert. Ein erheblicher Teil stammt aus den drei einheimischen Kraftwerken Giswil, Kaiserstuhl und Hugschwendi. Zusammen produzieren diese drei Anlagen jährlich 145 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie. Die grösste davon ist Giswil mit einer durchschnittlichen Jahresproduktion von 100 Millionen Kilowattstunden - das ist jene Menge, die 22'000 Durchschnittshaushalte jährlich verbrauchen.

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Lungerersee-Werk

Die Kavernenzentrale in Giswil, welche das Wasser aus dem Lungerersee nutzt, konnte 1994 in Betrieb genommen werden. Sie löste die alte Zentrale Unteraa, mit deren Bau 1921 begonnen wurde, ab. Die Kavernenzentrale Unteraa hat eine Länge von 87 m und eine breite von 26.5 m.
In der Kavernenzentrale sind zwei Maschinen mit einer Leistung von 24 MW für die Speisung des 50Hz Netzes und eine Maschine mit einer Leistung von 9 MW für die Speisung der Zentralbahn installiert. Das Nettogefälle der Anlage beträgt 190m und bei Volllast wird eine Wassermenge von 32 m³/s in den drei Francisturbinen turbiniert. Das Einzugsgebiet des Lungererseewerks beträgt 113km².

Mit der Abwärme der Anlagen der Kavernenzentrale wird in Giswil ein umweltfreundlicher Wärmeverbund betrieben. In den warmen Monaten wird die Abwärme in Speichertanks gespeichert. Um die Spitzenlast des Wärmeverbunds zu decken, wurde zusätzlich eine Holzschnitzelheizung installiert, die als Energiequelle Holz aus einheimischen Wäldern nutzt.

Kraftwerk Hugschwendi

Das Kraftwerk Hugschwendi konnte 1957 in Betrieb genommen werden. In ihm wird das Wasser des Einzuggebiets Melchsee-Frutt, das im Tannensee und im Melchsee gespeichert wird, in Strom verwandelt. Das Bruttogefälle der Anlage beträgt 830 m.
Es sind zwei Peltonturbinen mit einer Abgabeleistung von je 7 MW installiert.

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