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30.06.2017 Medienmitteilung

EWO sistiert das Projekt «Kraftwerk Zimmerplatz»

Zur Sicherung der eigenständigen Energieversorgung mit erneuerbarer Energie prüft das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) laufend die Erweiterung von Stromproduktionsanlagen. Im Rahmen eines Vorprojekts hat das EWO untersucht, ob bei der Laui Giswil ein Wasserkraftwerk gebaut werden kann. Aufgrund der aktuellen Marktsituation und der neuen Gesetzeslage sistieren die Verantwortlichen nun aber das Projekt «Kraftwerk Zimmerplatz». Mit dem Kraftwerk hätten bis zu 1300 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt werden können.

Das Elektrizitätswerk Obwalden hat zahlreiche Abklärungen getroffen, um zu prüfen, ob das «Kraftwerk Zimmerplatz» im Einzugsgebiet Gross Laui bei Giswil umgesetzt und rentabel betrieben werden kann. So wurden im Rahmen des Vorprojekts Wassermessungen durchgeführt, Behörden kontaktiert und verschiedene Interessengruppen involviert.

«Uns war von Anfang an bewusst, dass wir das Projekt nur realisieren, wenn wir die Anlage über die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) finanzieren können», erklärt Thomas Baumgartner und fügt hinzu: «Ansonsten würden die Gestehungskosten des neuen Kraftwerkes deutlich über den aktuellen Marktpreisen liegen und das Wasserkraftwerk könnte nicht rentabel betrieben werden.» Im Laufe der Vorprojektphase hat sich ergeben, dass das Kraftwerk unter einem Megawatt Leistung realisiert würde. Um von der Einspeisevergütung profitieren zu können, müsste jedoch gemäss dem neuen Energiegesetz ein Megawatt erreicht werden. Eine grössere Dimensionierung der Anlage würde ein grösseres Wassereinzugsgebiet bedeuten, was höhere Projektkosten oder die Beeinflussung des Auenschutzgebietes mit sich zieht.

Aus wirtschaftlichen Gründen hat sich das EWO entschieden, das Projekt zu sistieren. «Falls sich die Gesetzgebung oder die Marktsituation ändern, wird das Projekt neu beurteilt. Bis dahin bleiben die Projektunterlagen griffbereit», fügt Thomas Baumgartner hinzu.