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15.05.2016 Information

Hochwasser: Grosseinsatz des EWO

Aufgrund der starken Niederschläge und der Schneeschmelze drohte der Sarnersee über die Ufer zu treten. Daher erhielt das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) vom Kanton Obwalden die Anweisung, möglichst viel Wasser in den Lungerersee zu leiten. Dank des ausgetüftelten Stollensystems ist das EWO in der Lage, dies im Grossen und im Kleinen Melchtal zu tun.

Die Wassermassen führten sehr viel Geschiebe in Form von Sand, Kies und Laub mit sich, was eine Umleitung des Wassers in den Lungerersee erheblich erschwerte. Kommt nämlich Geschiebe in den Entsander, gerät dieses auf die Stromproduktionsmaschinen und kann die Turbinen beschädigen. Um dies zu verhindern, leisteten zahlreiche Personen einen beherzten Effort:

Grosseinsatz im Grossen Melchtal
Bereits am Freitagabend, 13. Mai 2016 beseitigte ein Baggerführer bis nach Mitternacht Kies aus dem Bachbett der Grossen Melchaa. Den ganzen Samstag hindurch transportierten sechs Lastwagen der Bürgi Bau AG das Material ab, während weiterhin daran gearbeitet wurde, möglichst viel Kies beim Wasserlauf in Richtung Kleines Melchtal und Lungerersee zu entfernen. Dazu leisteten auch die Wasserwärter des EWO mit ihren Helfern einen wesentlichen Beitrag.

Kleines Melchtal ebenfalls betroffen
Der automatische Rechen bei der Wasserfassung im Kleinen Melchtal konnte anfänglich per Fernüberwachung bedient werden. Den hohen Geschiebemengen war er jedoch nicht gewachsen und wurde am Samstag verstopft. Spezialisten des EWO konnten den Rechen jedoch vor Ort schnell reparieren. Als weitere Massnahme bot das EWO den Forst Sachseln auf, der kurzfristig Sand und Kies bei der Wasserfassung ausbaggerte.

Stromproduktion zurückgefahren
Auf Geheiss des Kantons produziert das EWO seit Samstagabend keinen Strom mehr mit Wasserabfluss in Richtung Sarnersee. Seit Sonntagmorgen steht auch die SBB-Maschine still.

Dank guter Zusammenarbeit einen Beitrag geleistet
Während diesen Tagen stand das EWO in ständigem Kontakt mit verschiedenen Interessensgruppen und konnte auf die Unterstützung von Mitarbeitenden und Partner zählen. Durch die Bewirtschaftung des Lungerersees war es möglich, das Wasser in diese Richtung zu leiten, da sich das Gewässer momentan in der Aufstauphase befindet. Damit konnten wir einen Beitrag leisten um die Hochwassersituation in Sarnen zu entschärfen.

Hier erfahren Sie mehr über die Entwicklung der Obwaldner Seestände:

Bild: ein Bagger entfernt Sand und Kies bei der Wasserfassung Rismatt in der Grossen Melchaa