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07.05.2015 Medienmitteilung

Jahresabschluss 2014: 20.8 Millionen für Obwalden

Das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) blickt trotz anspruchsvoller Marktsituation auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurück und weist einen stolzen Gewinn von 9,9 Millionen Franken aus. Die Obwaldner Gemeinden und der Kanton profitieren von einer Gewinnausschüttung von 5,0 Millionen Franken. Mit einer innovativen Produkte- und Dienstleistungspalette sowie einer massgeschneiderten Kundenbetreuung stellt sich das EWO den Herausforderungen des Strommarkts.

Für ein finanziell erfolgreiches Geschäftsjahr ist das EWO neben zufriedenen Kunden, überlegtem Ressourceneinsatz, einem stabilen Strommarkt auch auf gute Witterungsverhältnisse angewiesen. Denn je nach Niederschlagsmenge und -zeitpunkt beeinflussen diese die Stromproduktion des EWO massiv. Und so hat das durchzogene und turbulente Wetter zum Gewinn von 9,9 Millionen Franken beigetragen. Prozessoptimierungen, auf Kunden ausgerichtete Angebote, eine neue Strombeschaffungsstrategie und Effizienzmassnahmen waren mitunter auch für dieses Ergebnis mitverantwortlich. Die Obwaldner Gemeinden und der Kanton erhalten 5 Millionen Franken des Gewinns. Gesamthaft gingen im 2014 über 20 Millionen Franken der Ausgaben des EWO zurück in den Kanton Obwalden (Details siehe Grafik).

Herausforderungen
«Der Preiszerfall auf dem europäischen Strommarkt trifft auch uns» erklärt Thomas Baumgartner, Vorsitzender der Geschäftsleitung des EWO. Die tiefen Preise der Primärenergien wie Kohle und Gas, die tiefen CO²-Preise, die Stagnation des Wirtschaftswachstums, stark subventionierter ausländischer Strom sowie der tiefe Euro-Kurs führen gesamthaft zu Marktpreisen, die im Frühling und Sommer weit unter den Stromproduktionskosten des EWO liegen. «In diesem schwierigen Umfeld spielen Trümpfe wie einheimische erneuerbare Energie, Kundennähe, Servicequalität und eine breite Dienstleistungspalette eine grosse Rolle», so Baumgartner.

Wichtige flexible Seebewirtschaftung 
«Aber auch die flexible Bewirtschaftung der Stauseen mit unterschiedlichen Seepegeln sind wichtige Rah-menbedingungen, damit die Energienachfrage bedürfnis- und marktgerecht abgedeckt werden kann und nicht grauer Strom aus Europa importiert werden muss» ergänzt Thomas Baumgartner weiter.
Wie wichtig die flexiblen Vorgaben der Stauseenbewirtschaftung sind, zeigte sich diese Woche an der Hochwassersituation am Sarnersee. Dank der Zusammenarbeit zwischen dem Kanton und dem EWO konnte ein wesentlicher Beitrag geleistet werden, dass der Pegel des Sarnersees nicht noch höher angestiegen ist. So hat das EWO die Stromproduktion im Kraftwerk Unteraa, Giswil zeitweise unplanmässig eingestellt. Das EWO konnte den Lungerersee als Rückhaltebecken nutzen. Denn zu dieser Jahreszeit befindet sich der Lungerersee in der Aufstauphase und hat genug Kapazität, die grossen Zuflüsse zurückzuhalten. Bei einem konstant gehaltenen Seepegel auf der Sommerstaukote wäre es zu Schäden rund um den Sarnersee gekommen.